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13.05.2026

Austausch zum Kita-Alltag bei Klausurtagung

Zur Klausurtagung kamen die Einrichtungsleitungen aus den Kitas mit der Geschäftsführung und den Fachberatungen zusammen. Foto: Kindergartenwerk

Zwei arbeitsreiche und informative Tage liegen hinter den Einrichtungsleitungen der 24 Kitas im Kindergartenwerk des Ev. Kirchenkreises Unna. Zusammen mit der Geschäftsführung, Andreas Beutler und Sandra Niggemeier, sowie dem Fachberater Jens Kort wurde in der Tagungsstätte der EKvW in Villigst getagt. Neben der intensiven Arbeit am Beta-Qualitätshandbuch und den einzelnen Prozessen stand für Geschäftsführer Andreas Beutler am ersten Tag aber auch der gegenseitige Austausch und das Kennenlernen im Vordergrund: „Das war mir super, super wichtig.“  Den Anfang machten somit auch aktuelle Fragen, die zum Informationsaustausch führten und mehr Zeit als geplant in Anspruch nahmen. Doch genau darum ging es: das gegenseitige Verstehen, Einblicke in Organisations- und Handlungsstrukturen zu bekommen sowie die gesetzlichen Vorgaben in ihren Einzelheiten und der Komplexität zu verstehen.
Den zweiten Tag eröffnete Sebastian Richter (synodaler Jugendreferent im Kirchenkreis Unna) mit einer Andacht zum Thema „Fehler“. Mit Buchstabenkarten wurde daraus das Wort „Helfer“. Denn, Fehler passieren, doch könnten sie auch dabei helfen zu wachsen und neue Lösungswege zu finden. Im Anschluss ging es um den Paragraphen 47 SGB VIII (Meldepflicht zum Kinderschutz). Fragen, was wann und wie gemeldet werden muss, wurden intensiv besprochen und Handlungswege auf Grundlage der Gesetzesvorgabe definiert. 
Im Beschwerdemanagement wurden schließlich eigene Prozesswege erarbeitet. Was muss wie behandelt und welche Wege müssen berücksichtigt werden. Gemeinsam wurde eine Art Beschwerde-Pyramide mit einem entsprechenden Formular entwickelt. 
Zum Abschluss stand schließlich die Evaluation des Kita-Qualitätsmanagements auf dem Programm. Dabei ging es auch um die personelle Mindestbesetzung im Notbetrieb. Alles reichlich Stoff für die Kita-Leitungen in den Einrichtungen in Bergkamen, Kamen, Unna, Holzwickede und Fröndenberg. 
Neben der Bearbeitung von Qualitätsmanagementprozessen, Abläufen und Verfahren blieb während der Klausurtagung auch viel Raum, gemeinsam unterschiedliche Methoden und Werkzeuge praktisch zu erproben. Im Mittelpunkt standen dabei Ansätze, die Leitungen sowohl für Teamentwicklungsprozesse in den Kitas als auch für die Gestaltung von Dienstbesprechungen nutzen können. Durch das eigene Erleben und Ausprobieren fiel es den Leitungskräften leichter, die Methoden auf ihre Teams und den pädagogischen Alltag zu übertragen. So entstand ein vielfältiger „Blumenstrauß“ an Moderationstechniken, Energizer-Spielen, demokratischen Konsensverfahren und kreativen Beteiligungsformen, die künftig die Zusammenarbeit, Kommunikation und Personalführung in den Einrichtungen bereichern sollen.