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Auf dem Friedhof Overberge wurde es lebendig: Neun Kinder aus dem Ev. Familienzentrum “Büscherstiftung” errichteten gemeinsam mit ihren Müttern eine “Käferburg”, einen Lebensraum für Käfer und andere Insekten. Unterstützt wurden sie dabei von einer Mitarbeiterin des “Lernorts Natur”, einem Mitarbeiter des NABU, Pfarrer Frank Hielscher, engagierten Frauen des Friedhofs-Fördervereins sowie einer päd. Fachkraft des Familienzentrums.
Bereits im Vorfeld hatten sich die Kinder intensiv mit dem Thema Insekten und ihren Lebensräumen beschäftigt. In der Kita wurde gemeinsam geforscht, beobachtet und sogar schon eine erste Käferburg gebaut. Die Exkursion auf den Friedhof knüpfte an diese Erfahrungen an und bot den Kindern die Gelegenheit, ihr Wissen praktisch anzuwenden und zu vertiefen.
Unter fachkundiger Anleitung wurde auf einer aufgegebenen Grabstätte ein Loch ausgehoben und mit Kieselsteinen befüllt. Danach ging es an die oberirdische Gestaltung: Große Äste wurden senkrecht in das Loch gestellt. Zweige, die die Kinder mit großem Eifer gesammelt hatten, sowie Holzspäne rundeten den neuen Lebensraum für Käfer und andere Kleinstlebewesen ab.
Das Projekt verdeutlicht die Verknüpfung von frühkindlicher Bildung und Umweltbewusstsein. Durch eigenes Handeln und unmittelbare Erfahrungen entwickeln Kinder ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge und übernehmen Verantwortung für ihre Umwelt. Gleichzeitig wurde der Friedhof als besonderer Natur- und Lernort erfahrbar, der über seine klassische Funktion hinaus einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten kann.
Die Zusammenarbeit zwischen Familienzentrum, Familien, dem NABU und der Kirchengemeinde zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement nachhaltige Bildungsprozesse fördern kann. Dadurch wird ein Grundstein für ein langfristiges Umweltbewusstsein gelegt und zugleich deutlich: Naturschutz beginnt schon bei den Jüngsten.