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08.05.2024

Haus der offenen Tür - Familienzentrum Arche Noah offiziell eröffnet

Viel los: Der Einladung von Kita-Leiterin Alexandra Bartosch (r.) und ihrem Team zum Tag der offenen Tür folgten viele Menschen. Foto: Volkmer

Ein neues Haus voller Leben! So hat sich die auf dem Gelände des früheren „Haus der Mitte“ entstandene Kindertageseinrichtung „Arche Noah“ Anfang Mai vielen Besuchern präsentiert. Der erste Tag der offenen Tür der Einrichtung bot Eltern, Geschwistern und Großeltern und allen andern Interessierten die Möglichkeit, den Neubau zu erkunden.

Während die Erwachsenen beim Rundgang durch die Einrichtung auf zwei Etagen viele neue Eindrücke erhielten, ist die Umgebung für die Kinder längst Alltag. Denn der eigentliche Umzug erfolgte bereits Ende November vergangenen Jahres. Ganz verschwunden sind die Bagger allerdings noch nicht, denn auf dem großen Außenbereich gibt es noch einiges zu tun. Die Sandkästen sind vorbereitet und die Bahn für Rennen mit Bobbycars ist fertig. Der Rest gleicht - nicht zuletzt wegen der vielen Niederschläge - noch einer Matschlandschaft. Selbst wenn die vielen Pfützen für die Kinder grundsätzlich paradiesische Verhältnisse bedeuten, ist das Areal, auf denen regelmäßig noch schwere Baufahrzeuge im Einsatz sind, für die Kleinen aktuell tabu. Spieleinheiten an frischer Luft finden daher noch an der bisherigen Einrichtung auf der anderen Straßenseite statt.

Trotzdem sind die Mädchen und Jungen schnell in den neuen Räumlichkeiten angekommen, bietet der Neubau auf rund 900 Quadratmetern doch viel mehr Platz zum Spielen und Entdecken. Bei den Großen dauert die Zeit der Eingewöhnung noch an. „Es ist schon eine Umgewöhnung, von einer kleinen in eine große Einrichtung zu kommen. Das ist nach wie vor viel Arbeit, denn wir haben jetzt mehr Kinder und Mitarbeiter. Das ist ein Prozess, der noch ein bisschen dauern wird, bis sich alle an die neuen Strukturen gewöhnt haben“, so Kita-Leiterin Alexandra Bartosch.

Statt zwei Gruppen sind jetzt vier Einheiten in dem Gebäude untergebracht. Die Zahl der Kinder ist von 44 Kindern auf 68 im Alter von einem Jahr bis zum Eintritt in die Grundschule gestiegen. Konzipiert ist der Neubau in ökologischer Holzrahmenbauweise für 75 Kinder. Nachdem zunächst die 44 Kinder aus der bisherigen „Arche Noah“ das Gebäude für sich hatten, sind wie geplant im Januar weitere Kinder hinzugekommen.

Regelmäßig ist Pfarrerin Sophie Ihne bei den Kindern zu Besuch. Einmal im Monat feiert die Geistliche in der Christuskirche einen gemeinsamen Gottesdienst. „Das bietet für die Kinder eine neue Perspektive, denn früher gehörte die Kirche mit zu ihrem Gebäude, jetzt sehen sie beim Überqueren der Straße erstmals, wie die Glocke schwingt“, sagt die Pfarrerin.

Zu den Besuchern gehörte auch Bürgermeister Bernd Schäfer: „Wir sind mit den Einweihungen neuer Kitas erfreulicherweise noch nicht am Ende. Das ist gut so, denn diese sorgen für Bildung im frühkindlichen Stadium. Letztlich ist Bildung Voraussetzung für die soziale Teilhabe.“ Das Stadtoberhaupt dankte einmal mehr der Sparkasse Bergkamen-Bönen für die Realisierung des Projekts als Investor.

Während des Tagers der offenen Tür wurden Spenden für die Deutsche Sarkom Stiftung gesammelt. Ein Vater aus Bergkamen ist auf Spendentour, nachdem seine Tochter an dieser Krebsform im Dezember gestorben war. Er fährt zu Reisezielen seiner Tochter mit dem Fahrrad. Diese Aktion, da waren sich die Mitarbeitenden einig, wolle man gerne unterstützen. so kamen 500 Euro für die Stiftung zusammen.